3. Hattinger Sagenwald

Die Mühlenhexe aus dem Rauendahl

In der Rauendahler Mühle lag Korn über Korn, doch keiner wollte es mahlen, weil es dort grausig spukte und nachts ein Gespenst umging.

Eines Tages kam ein junger, kräftiger Müllergeselle und trat den Dienst an, obgleich der ehrliche Müller ihm die Ursache der unfreiwilligen Ruhe nicht vorenthielt. Furchtlos setzte der Fremde die Mühle in Gang und blieb die ganze Nacht hindurch an der Arbeit. Vor einem Gespenst graute ihm nicht, da er ein haarscharf geschliffenes Messer mit sich führte.

Stunden waren verstrichen, da öffnete sich plötzlich die Tür und herein schlich eine fast menschengroße, schwarze Katze, die fauchend die Pfoten zum Schlag anhob. Ein Hieb mit dem Messer – und eine der Pfoten fiel auf den Boden, während das Untier selbst schnell wieder verschwand. Mit Grauen erkannte der Bursch in der abgeschnittenen Katzenpfote eine Menschenhand und war froh, als der Morgen graute und der Müller sich einstellte.

Gespannt erkundigte sich dieser, ob das Gespenst erneut erschienen sein? Der Müllergeselle erzählte, was sich ereignet hatte und zeigte dem Müller die Hand. Der erkannte in der Hand jene seiner Frau.

Die Müllerin aber, die den Verlust ihrer Hand nicht dauernd verbergen konnte, wurde als Hexe aus Hattingen verjagt.

Der 3. Hattinger Sagenwald des Heimatvereins Hattingen/Ruhr e.V. wurde von Schülerinnen und Schülern verschiedener Hattinger Schulen mit Unterstützung der AVU realisiert.

Werner Echtner baut die Tannen-Kulisse auf, Stephanie und Lars Friedrich hängen die Herrnhuter Sterne auf. Fotos: HVH

Werner Echtner baut die Tannen-Kulisse für den Sagenwald auf, Stephanie und Lars Friedrich hängen die Herrnhuter Sterne auf. Fotos: HVH

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