Kleine Weilstraße

Als Vorsitzender des Heimatverein Hattingen/Ruhr e.V. setze ich mich für die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Kleinen Weilstraße im bekannten und nicht unbeliebten „Streifendesign“ der 1960er Jahre ein.

Das originale Streifendesign der Hattinger Fußgängerzone - im Kreis: der obere Teil der Kleinen Weilstraße. Grafik: Einsele in Projekt 9/Krämer Verlag 1971

Das originale Streifendesign der Hattinger Fußgängerzone – im Kreis: der obere Teil der Kleinen Weilstraße. Grafik: Einsele in Projekt 9/Krämer Verlag 1971

Diese abstrakte Kunst in der Stadtraumgestaltung geht auf die Planung von Prof. Martin Einsele (1928–2000) zurück, der die Pflasterung der Fußgängerzone so konzipierte, dass diese nicht „endlos, gleichförmig und ermüdend“ wirkte. Professor Einsele setzte sich als Städteplaner vehement für den Erhalt und die behutsame Sanierung der Hattinger Altstadt ein. Die von ihm seinerzeit in weiten Teilen der Altstadt verlegte Pflasterung sollte meiner Meinung nach exemplarisch in der Kleinen Weilstraße oder einem Teilstück dieser erhalten bleiben, zumal die von ihm gestalteten Bereiche der Heggerstraße, des Obermarktes mit der Aktivzone „Affenfelsen“ und des Gelinde durch Neupflasterung bereits zerstört wurden. Ergänzend könnte eine Infotafel auf Martin Einsele und seine Verdienste für die behutsame Stadt-Erhaltung in Hattinger hinweisen.

Ich bezieh mich hierbei auf eine Aussage der Hattinger Stadtverwaltung von Juni 2014, die eben die Wiederherstellung der Pflasterung „in memoriam Martin Einsele“ in Aussicht stellte.

Lars Friedrich
12. April 2016

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