Haken im Keller

Im Museumskeller. Foto: Lars Friedrich/MiBEH

Im Museumskeller. Foto: Lars Friedrich/MiBEH

Das heiße Juni-Wetter mit Temperaturen bis 38 Grad hat mich in den Gewölbekeller des „Museums im Bügeleisenhaus (MiBEH)“ getrieben. Nicht neu, aber immer wieder auffällig dort: die Haken, die in regelmäßigen Abständen aus der gemauerten Decke des Tonnengewölbes ragen. Warum eigentlich? Eine Frage, die ich gleich auf unserer Facebook-Seite gestellt hatte.

Michael Pieper postete auch schnell die (fast ganz) richtige Antwort: „Früher hat man Schinken und Würste so aufgehängt, damit die Nager (Mäuse & Co) nicht dran kommen…“ In der Tat wurden die Haken genutzt, um Lebensmittel gegen Nager zu sichern. Jürgen Uphues von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Hattingen hat es mir genauer erklärt: Zwischen zwei Haken wurde eine Stange geschoben und an dieser hing ein Regal, auf dem die Lebensmittel gelagert werden konnten – nicht nur zum Schutz vor Mäusen, sondern auch vor Feuchtigkeit. „Die Keller lagen unter dem Straßenniveau und bei Starkregel kam es nicht slten vor, dass wasser in die Gewölbe eindrang.“ Damit die Vorratsregale nicht im Wasser standen (und langsam wegfaulten), wurden sie einfach aufgehängt.

Somit ist die Frage beantwortet (und auch die Frage, ob wir die Haken abflexen können, wenn wir den Keller für Besucher begehbar machen wollen).
(LRF)

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