Generaldechant Dr. Carl Molitoris

Der Heimatverein Hattingen/Ruhr erinnert in diesem Monat an den 130. Geburtstag von Dr. Carl Molitoris am 14. November 2017.

Dr. Carl Molitoris. Foto: HVH

Dr. Carl Molitoris. Repro: HVH

Molitoris war Generaldechanten für die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Nordsiebenbürgen, verstarb 1972 in Hattingen und wurde auf dem Friedhof der Drabender Höhe am Rhein beigesetzt.

Sein Sohn, Dr. Hans-Konrad Molitoris (Jahrgang 1915), war von 1957 bis 1988 in Hattingen in seiner internistischen Fachpraxis an der Augustastraße als niedergelassener Arzt tätig. Gemeinsam mit der Grafikerin Hildegard Schieb (1897-1989) richtete er 1966 im Bügeleisenhaus die Dauerausstellung „Volkskunst aus Siebenbürgen“ ein, deren Bestände bis 2001 am Haldenplatz gezeigt wurden. Als  letzter Ansprechpartner für die Heimatstube der Siebenbürger Sachsen im Museum im Bügeleisenhaus verstarb Dr. Molotoris 2006.

Dr. Hans-Konrad Molitoris. Foto: www.siebenbuergen.de

Dr. Hans-Konrad Molitoris. Foto: http://www.siebenbuergen.de

Doch zurück zu Carl Molitoris. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Mediasch und Beendigung seines Studiums promovierte er in Klausenburg zum Dr. phil. Von 1913 bis 1925 war er als Gymnasiallehrer tätig, bevor der dem Ruf der evangelischen Kirchengemeinde von Bistritz folgte, wo er zunächst Stadtpfarrer wurde. Nach dem 2. Wiener Schiedsspruch von 1940 wurde Molitoris Generaldechant der Evangelischen Kirche in Nordsiebenbürgen und die ungarische Regierung berief ihn ins Magnatenhaus.

Als in Folge des Kriegsgeschehens rund 36.000 Nordsiebenbürger Sachsen im Herbst 1944 ihre Heimat verlassen mussten und 1945 bei Kriegsende in Oberösterreich und Bayern strandeten, war Molitoris als tfreibende Kraft unter ihnen. Zusammen mit 11.000 Siebenbürger Sachsen kam er in den 1950er Jahre nach Nordrhein-Westfalen und wurde in Hattingen ansässig.

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