Objekt #2

Eisen-Schätze

Eisen-Schätze

In loser Folge stellen wir Ihnen interessante Sammlungen der aktuellen Ausstellung “Hattinger Schätze: Private Sammler stellen aus” im Museum im Bügeleisnehaus (MiBEH) vor. Heute: Bügeleisen aus der Sammlung der Heißmangel Nieland/Hattingen und aus den Sammlöungen von Margret Brückner, Familie Schnier und Lars Friedrich.

Bügeleisen kannte man bereits im 15. Jahrhundert und schon damals hatten sie die klassische Schiffchenform, die auch diesem Gebäude seinen Spitznamen Bügeleisen- haus gegeben hat. Frühe Plätteisen bestanden aus einem einzigen Metallstück, das man zum Erhitzen auf oder in den Herd stellte (Blockeisen). Da der Griff dabei auch heiß wurde, wurden wärmeisolierte Handgriffe entwickelt, die in aufgeheizten Eisen eingehängt werden konnten. Damit sich die Griffe nicht lösten, erfand man verschiedenste Verriegelungen. Diese Eisen gab es in verschiedensten Formen und Gewichten und manche wogen bis 15 Pfund. Die Arbeit damit war anstrengend, aber äußerst effektiv. Der Name für diesen Bügeleisentyp war Satzeisen – wahrscheinlich, weil man sie zum Aufwärmen auf die Herdplatte setzt (Eine andere Namenserklärung kommt von dem Umstand, dass man mehrere solcher Bügeleisen am oder im Herd hatte, also einen ganzen Satz, oft bestehend aus verschiedenen Größen).

Schon etwas leichter waren die innen hohlen Bügeleisen, in die bei geöffnetem Türchen ein Eisenteil, der direkt ins Herdfeuer gelegt wurde, eingeschoben werden konnte. Dieser Teil war vorne spitz wie ein Stachel, daher der Namen Stachel- oder Stagelbügeleisen. Im Herdfeuer hatte man gleich mehrere dieser eisernen Einsätze zum Aufwärmen (Davon leitet sich auch das Sprichwort ab „Mehrere Eisen im Feuer haben“). Somit konnte man laufend die Eisen auswechseln und ohne größere Unterbrechungen bügeln.

Alternativ füllte man glühende Holzkohle in ein Kohlebügeleisen, das man von oben her öffnen konnte. Oft spritzten jedoch Glutteile aus den Öffnungen und hinterließen kleine Brandlöcher. Auch entwich bei diesen Eisen beim Bügeln giftiger Rauch, was bei nicht genügender Raumbelüftung gesundheitsschädigend war. Wohl ab 1926 sind in Deutschland erste Elektrobügeleisen erhältlich.

Text: Sammlung „Wäschepflege einst und jetzt“ aus /Österreich

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