Hattingen strickt für die 40. Internationalen Hansetage

Im Hanse-Jahr sollen auch in Hattingen die Nadeln glühen: Wollbegeisterte Hattingerinnen und Hattinger sind aufgerufen, für ein „Zelt der Begegnung“ bei den diesjährigen 40. Internationalen Hansetagen in Brilon kleine Wolle-Quadrate zu stricken oder zu häkeln!

Freuen sich auf Wollquadrate: Andrea Johanna Rösner von der "Maschenprobe", Bürgermeister Dirk Glaser und Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins Hattingen/Ruhr. Foto: Pielorz

Freuen sich auf Wollquadrate: Andrea Johanna Rösner von der „Maschenprobe“, Bürgermeister Dirk Glaser und Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins Hattingen/Ruhr. Foto: Anja Pielorz

Auf den ersten Blick sahen die Quadrate aus wie Topflappen. Tatsächlich aber handelte es sich um Quadrate aus Wolle. Aus diesen Formaten sollen demnächst Tipis entstehen, mit einem Durchmesser von viereinhalb Metern und einer Höhe von fünf Metern. „Handgemacht“ – getreu dem Motto der Internationalen Hansetage vom 4. bis 7. Juni 2020 in Brilon.

1.200 Quadrate werden für ein Zelt benötigt. Die künstlerische Idee, die dahinter steckt: Die `Zelte der Begegnung´, deren ursprüngliche Idee von der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck stammt, sind handgemacht und verstehen sich als gemeinsames Friedensprojekt zu den Hansetagen 2020. 31 dieser „Zelte der Begegnung“ findet man aktuell in der Welt verteilt, z.B. in Köln, Berlin, Brüssel, New York und Taipeh.

Zelte der Begegnung

Ein Zelt der Begegnung. Foto: Sauerlandkurier

Ein Zelt der Begegnung. Foto: Sauerlandkurier

Jetzt kann auch jeder Hattinger ein Teil dieser handgemachten Zelte werden, indem er Quadrate häkelt oder strickt. Die Teile werden bis Juni 2020 in Brilon zu zwei Zelten der Begegnung zusammengeführt und bekommen auf dem Festgelände der Internationalen Hansetage einen besonderen Platz. Sie sind ein Symbol des Friedens, der Verbundenheit und der Vielfalt Europas.

Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins Hattingen/Ruhr: „Die Gemeinschaft der Hansestädte, die sich Anfang Juni in Brilon versammelt, ist bunt und vielfältig. Sie spiegelt dabei genau das funktionierende Netzwerk mit Akzeptanz und Toleranz wider, wofür die das farbenfrohe Tipi symbolisch steht.“

Andrea Johanna Rösner, Inhaberin des Hattinger Wolle- und Garn-Fachgeschäftes „Maschenprobe“: „Häkeln und Stricken sind uralte Handwerkstechniken, die auf der ganzen Welt Anwendung finden. Etwas Neues gemeinsam entstehen lassen und dabei das Alte nicht außer Acht lassen – so entsteht Nachhaltigkeit. „Und Hanseaten stehen auch für Nachhaltigkeit und Fair Trade“, ergänzt Friedrich.

So können Sie Teil des großen Projektes werden:

  • Wer Wolle – gerne Acrylwolle – zuhause hat, kann Quadrate stricken und häkeln. Einfarbig, bunt, mit Loch- und anderen Mustern. Sie müssen eine Größe von 15 x 15 cm haben. Ganz wichtig: Die Anfangs- und Endfäden an jedem Quadrat müssen vernäht werden.
  • Anlaufstellen: Die fertigen Produkte können bis Mitte Februar 2020 in der „Maschenprobe“ an der Johannisstraße 13 abgegeben werden.
  • Wer keine Wolle hat aber sich am Projekt beteiligen möchte, kann sich bei der Maschenprobe kostenlos Wolle zum Handarbeiten abholen.

Hintergrund Internationaler Hansetag
Vier Tage lang wird Brilon im Sauerland Gastgeber der 40. Internationalen Hansetage unter der Schirmherrschaft von Frank-Walter Steinmeier sein. Bei dieser kulturellen Großveranstaltung mit europäischer Strahlkraft werden sich rund 120 Städte mit einem Stand präsentieren – auch Hattingen als westfälische Hansestadt ist mit dabei. Die Briloner Stadtvertreter rechnen mit 1.500 bis 2.000 Vertretern aus 16 nordeuropäischen Ländern und insgesamt mit 100.000 bis 120.000 Gästen.

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