Demos, Discos, Denkanstöße: Die 70er Jahre in Westfalen

Unter dem Titel „Demos, Discos, Denkanstöße – die 70er in Westfalen“ erarbeitete das rock’n’popmuseum Gronau in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen die gemeinsame Wanderausstellung. Vom 5. Juni bis 1. August 2021 ist die Ausstellung im Museum Bügeleisenhaus in Hattingen zu sehen.

Foto: Demo in Münster, 1971 (Christoph Preker/Münster)

Foto: Demo in Münster, 1971 (Christoph Preker/Münster)

Die bundesdeutsche Gesellschaft und auch Westfalen-Lippe ist in den 70er Jahren politisiert wie nie zuvor und befindet sich im Umbruch. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte verzwanzigfachte sich, Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland geworden. PKW, elektrische Haushaltsgeräte sowie Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nehmen flächendeckend zu.

Batik und Blümchen-T-Shirts

Die Innenstädte werden immer mehr zu modernen Verwaltungsstandorten; bezahlbarer Wohnraum wird rar; es kommt zu Hausbesetzungen und Bürgerinitiativen. Ebenso sind die 1970er Jahre für Ihre schrille Mode bekannt – Schlaghosen, Plateausohlen, Batik und Blümchen-T-Shirts. Die Jugend verbrachte ihre Abende und Nächte im eigenen Partykeller oder im Saturday-Night-Fever in den Discotheken.

Hattingen in den 70er Jahren

Die Ausstellung umfasst die Themen Politik und Bildung, Geschlechterverhältnisse, Proteste, Kindheit und Jugend, Mode und Design, Alltag, Mobilität und Wohnen, Kunst und Kultur sowie die internationale und regionale Musik der Zeit. Handabzüge in Schwarz-Weiß auf Aludibond-Platten sowie ausgewählte Exponate zu den einzelnen Themen illustrieren dieses turbulente Jahrzehnt sehr anschaulich. Und natürlich werden die 70er Jahre in Hattingen ebenfalls Thematisiert – Bürger können dabei gerne mitmachen.

Erstellt mit WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: