Filmklub Holthausen

Als er zufällig eine ungenützte Filmvorführausrüstung im „Didaktischen Zentrum“ entdeckte, hob der Hattinger Gymnasiallehrer Werner Krüsmann 1982 gemeinsam mit einer Handvoll Oberstufenschülern, die noch alle bei der damaligen Kreisbildstelle in Schwelm die Prüfung für den „Vorführschein“ ablegen mussten, den Filmklub des städtischen Gymnasiums im Schulzentrum Holthausen aus der Taufe.

Bild: Archiv Werner Krüsmann

Bild: Archiv Werner Krüsmann

Als ersten Film präsentierten die Cineasten in der Schulaula den damals kostenlos ausleihbaren Streifen „Der Blaumilchkanal“ nach Ephraim Kishon. Eintritt: 1 Mark. Zunächst im wöchentlichen, später im monatlichen Wechsel zeigte der Filmklub teils aktuelle, teils schon ältere Kinofilme aus professionellem Verleih – vom „Schweigen der Lämmer“ über den „Club der toten Dichter“ bis zur „Rocky Horror Picture Show.“

Mehr als zwei Dutzend Filmfestivals, bei denen teilweise von 16 Uhr nachmittags bis zwei Uhr nachts Filme zu besonderen Themen gezeigt wurden, bescherten den Machern nicht selten ein ausverkauftes Haus – allein 700 Gäste besuchten die NS-Filmreihe. Da jedoch Video und später DVD dem Filmklub schnell Konkurrenz machten, war 1997 nach 15 Jahren Schluss mit dem Kino auf der „hauseigenen“ Leinwand an der Lindstockstraße. Aus dem Filmklub wurde der Kulturklub, der noch weitere Jahre Kleinkünstler wie Dieter Hildebrand und Herbert Knebel in die Schule holte oder Schülerreisen organisierte.

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