Neues Dokument zum Tod von Amalie Cahn gefunden

Im Rahmen unserer Nachforschung zur Hattingen Familie Cahn haben wir ein neues Dokument zum Tod von Amalie Cahn auffinden können.

Arolsen Archives, 2019, Signatur 12410002

Arolsen Archives, 2019, Signatur 12410002

Im Bestand der DIGITAL COLLECTIONS ONLINE der Arolsen Archive (früher International Tracing Service) findet sich auch eine (Ab-) Meldekarte der Synagogengemeinde Duisburg, die dem Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden am 18. Juli 1940 anzeigt, dass die am 30.05.1847 in Hattingen geborene Amalie Cahn verstorben sei. Der Preußische Landesverband befand sich mit verschiedenen anderen jüdischen Organisationen in der Kantstraße 158 in Berlin.

Arolsen Archives, 2019, Signatur 12410002

Arolsen Archives, 2019, Signatur 12410002

Am 4. Juni 1939 gingen alle jüdischen Verbände und jüdischen Gemeinden aufgrund der 10. Verordnung zum Reichsbürgergesetz zwangsweise in der „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ auf. Auch alle Personen, die nach den Nürnberger Gesetzen als Juden galten, mussten ihr beitreten und Pflichtbeiträge entrichten. Alle Bezirksstellen mussten zudem die Zentrale der Reichsvereinigung in Berlin über Veränderungen in den Daten der Mitglieder informieren. Die Reichsvereinigung stand unter Aufsicht des Reichsministerium des Inneren und unter direkter Kontrolle der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), des Sicherheitsdiensts (SD) und ab September 1939 des Reichssicherheitshauptamts (RSHA). Die Auflösung der Reichsvereinigung erfolgte am 10. Juni 1943.

Amalie Cahn, geborene Schmidt, wurde neben ihrem Mann Nathan Cahn (16.11.1846 – 26.03.1933) auf dem jüdischen Friedhof am Vinckenbrink beigesetzt; das Grab ist erhalten.

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