Chronik der Heimatstuben

05.08.1951
1. Tag der Heimat im Gemeindehaus an der Bruchstraße

12.09.1960
Dr. Heinrich Eversberg regt an, die Stadt Hattingen können eine Patenschaft für eine ostdeutsche Stadt übernehmen.

17.10.1960
Stadtdirektor Werner Elsemann teilt dem HVH mit, dass sich der Hauptausschuss gegen eine Patenschaft für eine ostdeutsche Stadt ausgesprochen habe.

03.03.1962
Dr. Eversberg informiert den Westfälischen Heimatbund über die Planung, im Bügeleisenhaus „4 Räume in Verbindung mit den Vertriebenen als ostdeutsche Heimatstuben“ einzurichten. „2 Räume werden als Archiv und Museum (im 1. Obergeschoss) dienen für die Sammlung des ostdeutschen Kulturgutes in der Stadt Hattingen, im 3. Raum wird eine ostdeutsche und westfälische Bücherei aufgestellt, der 4. Raum bekommt den Charakter einer schlesischen Heimatstube und wird den Vertriebenen, BvD und Landsmannschaften sowie dem Heimatverein als Sitzungs- und Arbeitszimmer zur Verfügung stehen (Erdgeschoss).

24.03.1962
In einem Sonderrundschreiben ruft der BdV OV Hattingen die ostdeutschen Landleute auf, mündliche Überlieferungen aufzuschreiben oder Bücher für eine ostdeutsche Bibliothek im neuen „ostdeutschen Kulturzentrum“ im Heimathaus zu stiften. Auch „Hausgeräte aus der alten Heimat“ sollen zur „Rettung unseres zu versinken drohenden heimatlichen Kulturguts“ gestiftet werden.

06.04.1962
Das Arbeits- und Sozialministerium in Düsseldorf stellt 5.000 DM und der Ennepe Ruhr Kreis 2.000 DM zur Einrichtung der Heimatstuben zur Verfügung.

17.10.1962
Eröffnung der Ostdeutschen Heimatstuben mit einem Festakt im Alten Rathaus; nach der Feierstunde Besichtigung der Heimatstuben

18.10.1962
Anlässlich der Eröffnung der Heimatstuben am Vortrag findet in der Aula des Mädchengymnasiums an der Bismarckstraße ein Filmvortrag des Bundes der Vertriebenen „über die unter fremder Verwaltung stehenden deutschen Ostgebiete“ statt.

09.02.1963
Die Landsmannschaft Berlin- Mark- Brandenburg in Hattingen zeigt bis 14. Februar die Sonderausstellung „Landschaft und Kultur der Mark Brandenburg“ im Heimathaus. In der Halle hängen Kupferstiche, Wappen und Landkarten, im heutigen Kassenraum geht es um Persönlichkeiten aus Mark Brandenburg wie Kleist und Armin und im heutigen Brunnenraum sind Photographien von Baudenkmälern aus Berlin und Brandenburg ausgestellt.

15.09.1963
Feierstunde des BdV zum „Tag der Heimat“ in der Aula des Mädchengymnasiums Bismarckstraße.

13.10.1963
Eröffnung der Ausstellung „Siebenbürgische Volkskunst – Trachten, Möbel, Keramik, Stickarbeiten, Schmuck“ im Heimathaus

15.05.1965
Der HVH teilt dem Arbeits- und Sozialministerium in Düsseldorf mit, dass Hildegard Schieb die Betreuung der „Siebenbürger Stube“ übernimmt. Da „die Vertreter der Vertriebenen außerhalb des Heimatvereins nicht bereit sind, im (…) Heimathaus mitzuarbeiten“, übernimmt der HVH die Verantwortung für die Leitung.

1971
Dr. Eversberg beschreibt die Ostdeutschen Heimatstuben: „Die ostdeutschen Wappen in der Eingangshalle wollen auf die kulturelle Tradition des deutschen Ostens hinwiesen. Das erste Zimmer am Eingang links, das als Besprechungszimmer dient, ist der Stadt Danzig gewidmet. Es enthält vor allem Radierungen des Danziger Malers Paul Kreisel, der jetzt in Bad Schwartau lebt. Er hat sie dem Heimathaus gestiftet. (…) Die beiden Räume im ersten Geschoß links sind von der siebenbürgischen Malerin und Volkskundlerin Hildegard Schieb, die jetzt in Hattingen wohnt, eingerichtet worden. Sie geben einen vorzüglichen Überblick über die hochentwickelte Volkskunst der Deutschen in Siebenbürgen.“ Der Brunnenraum wird zu diesem Zeitpunkt bereits für die Ausgrabungsfunde aus Altendorf und vom Isenberg genutzt.

06.09.1972
Dr. Carl Molitoris verstirbt in Hattingen

28.10.1982
Der HVH kauft für 192 DM eine Druckmappe „Siebenbürgische Burgen“ und 4 siebenbürgische Krüge bei Heinrich Höchsmann in Wiehl (Drabender Höhe).

04.02.1985
Lichtbildvortrag über Siebenbürgen im Alten Rathaus; Referent ist der Landesgeschäftsführer der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in NRW, Peter Keresztes.

09.06.1989
Hildegard Schieb verstirbt im 93. Lebensjahr im Altenheim Drabenderhöhe.

06.10.1992
Schriftliche und fotografische Erfassung der siebenbürgischen Objekte durch Werner Schuller im Auftrag der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen NRW.

09.06.1996
Dr. Heinrich Eversberg verstirbt in Hattingen.

05.09.1999
Sonderausstellung „Hildegard Schieb: Bilder aus einer verlorenen und einer neuen Heimat“

2002
Übertragung zahlreicher Objekte aus der Siebenbürgen Stube an die Heimatstube der Siebenbürger Sachsen im Kulturhaus Drabenderhöhe

2006
Dr. Hans-Konrad Molitoris verstirbt in Hattingen

21.04.2018
Sonderausstellung „Ostdeutsche Heimatstuben Hattingen 1962 bis 2002“ im Museum im Bügeleisenhaus.

Advertisements

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: